Unsere Partner vor Ort & Ausbildungszentren

Wir arbeiten vor Ort mit Don-Bosco-Jugendzentren zusammen, die Berufsausbildungen anbieten. Diese Don-Bosco-Zentren sind Einrichtungen des Salesianer-Ordens, der 1859 in Italien vom Pfarrer Don Giovanni Bosco gegründet wurde.

Mit folgenden Ausbildungszentren arbeiten/arbeiteten wir zusammen:

  • (Suba) Pasil (Stadtteil von Cebu City),
  • Punta Princesa (Stadtteil von Cebu City),
  • Balamban (Kleinstadt an der Westküste, also auf der anderen Seite der Insel Cebu)
  • Mati City (Kleinstadt in Davao Oriental/Mindanao)
  • Liloan (Kleinstadt nördlich von Cebu City)
  • Minglanilla (Kleinstadt südlich von Cebu City)
  • Dumangas (Kleinstadt im Süden der Insel Panay
  • Einmalige Förderung in Dumaguete (Stadt im Südosten der Insel Negros)
  • Borongan (Stadt im Südosten der Insel Samar)

(Aus-)Bildung als Chance

Je nach Ausbildungszentrum und Fach kann mit einem Betrag zwischen 350 € und 850 € die komplette Ausbildung einer jungen Frau oder eines jungen Mannes auf den Philippinen finanziert werden. Das bedeutet, dass mit für unsere Verhältnisse relativ wenig Geld das Leben eines jungen philippinischen Menschen eine ganz andere Wendung nehmen kann, indem wir eine Perspektive geben.

Folgende Berufsausbildungen werden oder wurden gefördert: Automechanik, Maschinenbau, Tischlerei, Elektrotechnik, Schneiderei, Kleinmotorenmechanik, Organische Landwirtschaft, Computersystemwartung, Hauswirtschaft, Verwaltung, Hotel- und Restaurantmanagement, Hotelmanagement, Barkeeping und Schweißerei. Nach Umstellung des Bildungssystems 2015, als verpflichtend die Einführung eines 11. und 12. Schuljahres vorgeschrieben wurde u.a. auch mit technischem Schwerpunkt, unterstützen wir auch Jugendliche in diesen beiden Schuljahren mit Nahrungsmittelpauschalen.

An die theoretische Ausbildung schließt sich jeweils ein sechsmonatiges Praktikum in kooperierenden Firmen an. Danach haben die Jugendlichen einen Beruf, der auf dem heimischen Arbeitsmarkt nachgefragt und gebraucht wird, der aber anders als bei den akademischen Ausbildungen auf den Philippinen im Ausland nicht nachgefragt ist, denn den Brain-Drain ins Ausland wollen wir nicht unterstützen.

Die jungen Leute werden nach sozialer Bedürftigkeit, Ernsthaftigkeit und Wille, Begabung, sozialem Engagement und auch familiärer Unterstützung ausgewählt. Soweit möglich, versuchen wir junge Frauen sowie indigene Bevölkerungsgruppen besonders zu fördern, deren Berufsausbildung gesellschaftlich oft eher zweitrangig ist. Auch nicht-regelmäßige Förderungsmaßnahmen erfolgen, wie z.B. 2014-2015, als wir 10 alleinerziehenden Müttern in Pasil eine Art Fach-Realschulabschluss-Äquivalent ermöglichten.

2018 unterstützten wir mit Spendengeldern die Renovierung der Werkstätten in Liloan, damit überhaupt wieder hochwertige Berufsausbildung erfolgen kann. 2022 unterstützten wir den Dachwiederaufbau nach den Taifunschäden im Berufsschulzentrum in Punta Princesa.

Nachhaltigkeit durch Bildung

Unser Ziel ist es, die ausgebildeten Jugendlichen zum Bleiben im Heimatland zu ermutigen. Wir wollen den Philippinen nicht ihre wichtigste Ressource für eine unabhängigere Zukunft nehmen: ausgebildete Bürger*innen! Deshalb fördern wir die Bildung so, wie sie im eigenen Heimatland anerkannt und gerne gesehen wird.